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Von Goldgräbern und Abenteurern – die Rüstzeiten der Kirchgemeinde Oßling


20. Juli 2026

Am 18.07. begann für die Kinder- und Jugendarbeit der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Oßling ein Experiment. Insgesamt 50 Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende starteten ihren Weg nach Netzschkau im Vogtland. Im Schullandheim „Schönsicht“ sollten unter einem Dach sowohl die Kinderrüstzeit „Goldgräberlager“ als auch die Jugendrüstzeit „Adventure“ der Kirchgemeinde stattfinden.
Für beide Freizeiten hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein vielfältiges Programm erarbeitet und vorbereitet. Bereits am Sonntag ging es für die Jugendlichen hoch hinaus. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst in der Netzschkauer Kirche besuchten sie den Kletterwald an der Talsperre Pöhl, testeten dort ihre Höhentauglichkeit und Schwindelfreiheit und genossen die Aussicht bei der Seilbahnfahrt über die Talsperre.

An den kommenden Tagen waren die Vormittage durch die vormittägliche Bibelarbeit gefüllt. So hörten die Kinder von Bibelgeschichten, in denen Gold und Schätze eine wichtige Rolle spielten. Die Jugendlichen machten sich auf eine biblische (Lebens-)Abenteuerreise mit ihren Höhen, Tiefen, Gefahren, aber auch schönen Aussichten und Höhepunkten. Ganz buchstäblich konnten alle die schöne Aussicht vom Schullandheim auf die Göltzschtalbrücke genießen – mit 26 Millionen Ziegeln die größte Ziegelsteinbrücke der Welt.

An den Nachmittagen wurde getöpfert, gewandert, Volleyball gespielt, Gold im Garten des Schullandheimes gesucht, Stoffbeutel und Müslischüsseln bemalt sowie Geschicklichkeitsspiele gespielt.
Der Tagesausflug führte die Kinder in diesem Jahr zum Tretbootfahren auf die Talsperre Pöhl und anschließend zum Goldschürfen nach Buchwald. Hier konnten sich die Teilnehmenden sowohl selbst mit der Waschpfanne ausprobieren als auch vogtländische Goldfunde bestaunen. Unterdessen waren die Jugendlichen tief unter Tage im Bergwerk St. Anna am Freudenstein – einem der ältesten Bergwerke des Schneeberger Reviers. Eindrucksvoll konnten sie erleben, wie hart der Berufsalltag der Bergleute mit Hammer und Schlegel, später mit Unterstützung durch Sprengstoff, war.
Ein Abenteuer für die ganze Reisegesellschaft war die Nachtwanderung. Auf 3,4 km Strecke stellten die Kinder ihren Mut und an den Stationen ihre Geschicklichkeit unter Beweis. Und die Jugendlichen hatten viel Freude, jene Stationen zu betreuen.

Am Ende der Woche waren sich alle einig – das Experiment war geglückt. Gemeinsam und doch ganz individuell wurde eine Zeit der Gemeinschaft, der Begegnung und der Nähe zu Gott verlebt. In den nächsten Wochen werden sich die Mitarbeitenden treffen und beraten, welche Angebote im Jahr 2027 bereitstehen.
Wir danken allen Spendern, Betern und unserem guten Gott für die gesegnete Zeit.

Vincent Winkler im Namen des Rüstzeiten-Teams der
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Oßling